Von einer Trendwende kann insgesamt keine Rede sein, denn ein immer höherer Anteil der Einbußen entfällt auf die Überalterung der Mitglieder, d. h. den Überhang an Sterbefällen gegenüber den Taufen. Der Anteil der beiden großen christlichen Kirchen sinkt aktuell jeweils unter 30 % der Gesamtbevölkerung. Zum Ende des Jahres 2008 haben beide Kirchen in Deutschland – in Fortsetzung der durchschnittlichen Mitglieder-Jahresverluste von 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkten - real erstmals einen Mitgliederanteil von jeweils 29,9 Prozent der Bevölkerung. Dieser Trend scheint sich auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Die bereits bekannten Zahlen belegen dies und ermöglichen eine Hochrechnung - Religionszugehörigkeit der Bevölkerung in Deutschland. Es ist vorerst nicht mit einer „Rückkehr der Religionen” zu rechnen.
24. September 2010
Anteil der beiden großen Kirchen an der Bevölkerung sinkt weiter
© 2005 Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid)