Seit 9/11/2001 geistert der "Krieg der Kulturen" durch die Medien und die Motvation dafür soll sich aus religiösen Gegensätzen herleiten. In monotheistischen Religionen ist der ausschließliche Gottesglaube eines der entscheidenden Trennkriterien - gemäß dem jeweiligen Motto oder (kriegerischen) Schlachtruf: "Ehre sei Gott in der Höhe!"
Die evangelische Zeitschrift chrismon hat Dezember 2004 - also nach der vorgeblichen 'muslimischen Kriegserklärung' vom September 2001 - fragen lassen: "Glauben Christen, Juden und Muslime an denselben Gott?"
Das Ergebnis ist einigermaßen überraschend: Die Hälfte der westdeutschen Befragten beantworten diese Frage mit einem "Ja", es handele sich um denselben Gott. (Von den Befragten in den Neuen Bundesländern sind es dagen nur 29 Prozent.) Sind die religiösen Gegensätze also gar nicht so stark verankert, wie es öffentlich erscheint?