In einer Umfrage von 1992 wurde den Befragten auch eine Liste vorgelegt, mit Hilfe derer sie angeben konnten, welche persönliche Bedeutung Jesus für sie habe. Drei große Gruppen stellen sich dar. Die größte Gruppe (39 %) sind diejenigen, die damit übereinstimmen, dass Jesus ein großer Mann gewesen sei und deshalb auch heute noch ein persönliches Vorbild sein könne. Ein Viertel (26 %) sind überzeugte Christen, für die Jesus Gottes Sohn ist, zu dem sie beten können. Ebenfalls ein Viertel (25 %) meinen allerdings, dass Jesu vor 2.000 Jahren gelebt habe, heute eine ganz andere Welt sei und er deshalb für sie persönlich keine Bedeutung habe. 8 % der Befragten stimmen mit der Aussage überein, dass Jesus nie gelebt habe.
Nach Konfessionszugehörigkeit zeigen sich die typischen Ergebnisse, dass die katholischen Kirchenmitglieder zu 81 % meinen, dass Jesus Gottes Sohn gewesen sei (36 %) bzw. für sie ein persönliches Vorbild sein könne (45 %). Die evangelischen Kirchenmitglieder meinen das zu 73 % (und zwar stimmen 30 % darin überein, dass Jesus Gottes Sohn sei, während er für 43 % ein persönliches Vorbild sein kann). Von den Konfessionslosen sind es dagegen zwei Drittel (64 %), denen Jesus egal ist (44 %) oder die die Auffassung teilen, Dass Jesus nie gelebt habe (20%). In diesen drei Konfessions-Gruppen gibt es jedoch für jede andere Auffassung auch unterschiedlich hohe Zustimmungswerte.
Bemerkenswert sind die Unterschiede in den einzelnen Altersgruppen. Die christliche Kernauffassung (Gottes Sohn, zu dem man beten kann) wird zwar von 37 % der über 60-Jährigen geteilt, aber - kontinuierlich geringer werdend - nur noch von 11 % der 14-17-Jährigen Befragten.