Bekanntlich gehen die katholischen Kirchenmitglieder häufiger regelmäßig sonntäglich in die Kirche. Ebenso bekannt ist die Tatsache, dass sich diese Anzahl stetig verringert. Nun könnte man meinen, dass sich dieser Rückgang quer durch alle Altersgruppen zieht. Das ist einerseits richtig und es zeigt sich ein bemerkenswerter - so deutlich selten feststellbarer - Kohorteneffekt in der durchgängigen Verringerung des regelmäßigen Gottesdienstbesuches. Andererseits verringert sich jedoch gleichzeitig der Altersaufbau der regelmäßigen Kirchgänger, indem die Jüngeren immer weniger 'dienstbereit' sind.
Für die evangelischen Kirchgänger ist diese Entwicklung nicht ganz so eindeutig feststellbar - auch deshalb, weil die in Betracht kommende Gruppe schon so klein ist, dass sie demoskopisch kaum noch zuverlässig zu differenzieren ist. In den Daten ist der gleiche Effekt jedoch feststellbar.
In dieser Hinsicht wird ein Alltagsbereich des "religiösen Milieus" - Man sieht sich sonntags in der Kirche - doppelt verringert, indem die Jüngeren nicht nur als Mitglieder weniger werden, sondern zusätzlich von diese Wenigeren dann auch noch wiederum weniger regelmäßig in die Kirche gehen.