Nach den vom Statistischen Bundesamt übermittelten Zahlen des tatsächlichen Kirchensteueraufkommens lassen sich jetzt - in einer Darstellung aller Bistümer und Landeskirchen - Ähnlichkeiten und Unterschiede feststellen.
Für beide Religionsgesellschaften ist insgesamt das Aufkommen aus der Kirchensteuer deutlich angestiegen (um 6,9 % bzw. 6,4 %). Dabei hat sich jedoch der Unterschied zwischen Bistümern und Landeskirchen wiederum vergrößert und liegt jetzt bei rund 500 Mio. Euro Mehreinnahmen der Bistümer gegenüber den Landeskirchen.
Bei einem Vergleich zwischen dem durchschnittlichen Kirchensteueraufkommen der Jahre 2001-2005 mit dem Aufkommen 2006 zeigt sich zudem, dass die Bistümer insgesamt besser aufgestellt sind und das erhöhte Steueraufkommen des Wirtschaftswachstums sich auch in den meisten Bistümern feststellen lässt.
Bei den Landeskirchen sieht es dagegen anders aus, da die Mehrzahl 2006 trotz der gestiegenen Einnahmen noch unter dem Jahresdurchschnitt 2001-2005 verbleiben, d.h. ältere Mitgliederstruktur und fehlender Nachwuchs können auch durch das Wirtschaftswachstum nicht mehr ausgeglichen werden.