Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland
Zielsetzung
Wie viel Prozent der deutschen Bevölkerung glauben an die Auferstehung der Toten, die Macht der Sterne oder die Wiedergeburt? Wie viel vertrauen eher der Wissenschaft als der Religion? Gibt es im Osten Deutschlands mehr säkular denkende Menschen als im Westen? Sind Katholiken mehrheitlich gegen den Schwangerschaftsabbruch? Wie verbreitet sind Vorstellungen nichtchristlicher Religionen (beispielsweise Islam oder Buddhismus) in Deutschland? Was zeichnet jenes Drittel der Deutschen aus, das offiziell keiner Religion mehr angehört? Werden in absehbarer Zeit mehr als die Hälfte der Deutschen konfessionslos sein?
Fragen wie diese versucht die im Januar 2005 von der Giordano Bruno Stiftung ins Leben gerufene Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) empirisch zu beantworten. Fowid verfolgt das Ziel, umfassende Informationen zu allen Fragen, die mit Weltanschauungen - sowohl im religiösen wie im politischen Sinn - verbunden sind, zu erheben, auszuwerten, zusammenzufassen und öffentlich zugänglich zu machen.
Arbeitsweise
Fowid kann in seiner Arbeit auf bereits vorhandene empirische Datensammlungen zurückgreifen (Statistische Jahrbücher, Jahresberichte, demoskopische Studien etc.). Zum Teil ist es möglich, diese Daten einer statistischen Sekundäranalyse zu unterziehen und sie so speziell auf den weltanschaulichen Aspekt hin auszuwerten. Ergänzt werden diese teils übernommenen, teils neu analysierten Daten durch die Ergebnisse eigener empirischer Studien.
In der Darstellung wird zwischen der sachbezogenen Beschreibung und (gegebenenfalls) einer meinungsbezogenen Anmerkung unterschieden.
Mitglieder der Forschungsgruppe
- Dr. Carsten Frerk, Politologe/Sozialwissenschaftler, Berlin
- Dr. Horst Groschopp, Kulturwissenschaftler, Berlin
- Dipl.-Psych. Elke Held, Psychologin, Trier
- Prof. Dr. Günter Kehrer, Religionssoziologe, Tübingen
- Prof. Dr. Johannes Neumann, Soziologe, Tübingen
- Gerhard Rampp, Pädagoge, Augsburg
- Dipl.-Päd. Uwe Schacher, Sozialarbeitswissenschaftler, Frankfurt/a. M.
- Gunnar Schedel, Verleger, Aschaffenburg
- Dr. Michael Schmidt-Salomon, Philosoph/Publizist, Trier
- Dipl.-Kaufmann Herbert Steffen, Unternehmer, Mastershausen
- Dr. Michael Terwey, Sozialwissenschaftler, Köln
Fowid ist ursprünglich ein Projekt der Giordano Bruno Stiftung. Ende März 2006 ging es in die Trägerschaft der Humanistischen Arbeitsgemeinschaft (HUMAG GbR), in der sich die Giordano Bruno Stiftung und der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) zusammenfanden. Seit November 2007 ist fowid Teil des Humanistischen Pressedienstes, der vom hpd e. V. getragen wird.
© 2005 Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid)