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Atheistenquote, 2002

In den ALLBUS-Umfragen wurde die allgemeine Frage „Glauben Sie an Gott?“ in vier weitere Aspekte unterteilt: 1. Es gibt einen persönlichen Gott; 2. Es gibt irgendein höheres Wesen oder eine geistige Macht; 3. Ich weiß nicht richtig, was ich glauben soll, und 4. Ich glaube nicht, dass es einen persönlichen Gott, irgendein höheres Wesen oder eine geistige Macht gibt.

Versteht man den Begriff „Atheist“ nicht als Zuweisung einer die christlichen Kirchen bekämpfenden Mentalität, sondern nur als das, was der Begriff einfach übersetzt heißt, dann besagt er „Ohne Gott“ bzw. „Gottloser“, ohne jede weitere Bewertung.

Um den „Glauben an Gott“ inhaltlich präziser zu erfassen werden in Umfragen entweder sechs verschiedene Vorstellungen von Gott als Möglichkeiten vorgegeben (Þ Gottesglauben, Deutschland und ausgewählte Länder), oder vier Kategorien. In den ALLBUS - Studien sind vier Aussagen vorgesehen. Auf die Frage: „Ich möchte noch einmal zum Glauben an Gott zurückkommen. Welche der folgenden Aussagen kommt Ihren Überzeugungen am nächsten?“ konnten die Befragten sich entscheiden für: 1. Es gibt einen persönlichen Gott; 2. Es gibt irgendein höheres Wesen oder eine geistige Macht; 3. Ich weiß nicht richtig, was ich glauben soll, und 4. Ich glaube nicht, dass es einen persönlichen Gott, irgendein höheres Wesen oder eine geistige Macht gibt.

Diese vierte Aussage wird hier als Synonym für „Gottlos“ verwendet.

Von diesen Atheisten sind 57 % Konfessionslos, 29 % Evangelische und 12 % sind Katholiken.

Innerhalb aller Kirchenmitglieder bzw. Konfessionslosen sind die Anteile:

Auch wenn die kleineren Religionsgemeinschaften (dünn dargestellte Linien) in Deutschland (aufgrund ihrer kleinen Zahl) nicht überinterpretiert werden sollen, zeigt sich der Unterschied zu den „Volkskirchen“ in ihrer Entschiedenheit eines Gottesglaubens und ihres geringen Atheismus.

Insgesamt ist die Atheistenquote in Deutschland höher als die Þ Christenquote.