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Kirchliches Leben Reformierte Kirche 1960-2014

Kirchliches Leben Reformierte Kirche

Die reformierten Kirchen gehören zu den evangelischen Kirchen und sind größtenteils in der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen zusammengeschlossen. Die Bibel nimmt eine zentrale Stelle bei der Verkündigung des Evangeliums ein. Wesentliches Merkmal reformierter Theologie ist die starke Betonung der Erwählung bestimmter Menschen zum Heil (bzw. zur Verdammnis) durch Gott ohne Einfluss des Menschen.

In Deutschland gibt es mit der Evangelisch-reformierten Kirche und der Lippischen Landeskirche zwei reformierte Landeskirchen. In einigen anderen Landeskirchen gibt es reformierte Gemeinden oder Konvente. Die etwa zwei Millionen deutschen reformierten Christen sind unter dem Dachverband Reformierter Bund vereinigt. Darüber hinaus gibt es noch einige Freikirchen mit reformiertem Bekenntnis.

Die reformierte Kirche ist in Deutschland besonders auf dem Hunsrück, im Sauerland, am Niederrhein, im Bergischen Land (Wuppertal), im Siegerland, in Nordwestdeutschland und Bremen, im Ravensberger Land, in Bayern und in Berlin-Brandenburg verbreitet.

Kirchliches Leben Reformierte Kirche Grafik

Die beiden zukunftsträchtigen Ereignisse des kirchlichen Lebens, die Taufen und die Trauungen sind in der Reformierten Kirche durchgehend auf einem höheren Niveau als in der gesamten EKD. Dies trifft auch für die Anzahl der Konfirmationen zu.

Auch wenn die Anzahl der Trauungen pro 1.000 Kirchenmitglieder sich immer mehr den Werten der gesamten EKD annähert (2005 und 2006 leicht darunter sinkt), so bleibt die Anzahl der Taufen beständig höher. Aber auch hier ist eine Annäherung an die Durchschnittszahlen der EKD zu verzeichnen und seit 2012 ist die Zahl der Taufen bezogen auf die Gemeindemitglieder nur noch genauso groß wie im gesamten EKD-Durchschnitt.

Im Zeitraum 1986 bis 2014 hat sich die Mitgliederzahl vergleichsweise weniger verringert (minus 8 Prozent gegenüber 10 Prozent im Durchschnitt). Die Zahl der Taufen ist im gleichen Zeitraum dagegen auf ca. 62 Prozent gesunken (EKD insgesamt minus 30 Prozent). Auch wenn es einen kurzzeitigen Anstieg bei den Trauungen im Jahr 2012 gab, ist der Verlust gegenüber dem Jahr 1986 über 55 Prozent (EKD minus 51 Prozent).

Die Anzahl der Bestattungen ist über die letzten 30 Jahre auf etwa gleichem Niveau geblieben, was auf eine ausgeglichene Bevölkerungsstruktur hinsichtlich des Alters schließen lässt.

Die Austrittszahlen in den Jahren 2013 und 2014 sind vergleichsweise zu den vorherigen Jahren hoch (jeweils ca. 30 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr), jedoch im Jahr 2014 niedriger als im EKD-Duchschnitt (ca. 50 Prozentpunkte). Nur noch reichlich 4 Prozent der Gemeindeglieder besuchen 2014 den sonntäglichen Gottesdienst.

Kirchliches Leben Ref. Kirche absolute Zahlen
Kirchliches Leben Ref. Kirche absolute Zahlen
Kirchliches Leben Ref. Kirche relative Zahlen
Kirchliches Leben Ref. Kirche relative Zahlen

(SFE)