Vertrauen-Indices 2025

Fowid-Notiz: In 28 Ländern wurden die Menschen befragt, ob sie Organisationen bzw. Institutionen vertrauen, was sie von der Zukunft erwarten. Die Ergebnisse wurden jetzt im „2026 Edelman Trust Barometer“ publiziert. Sie ermöglichen, diese Weltsichten in Deutschland mit den anderen 27 Ländern zu vergleichen. Insgesamt gesehen haben die Befragten in Deutschland wenig Vertrauen.
In einem Artikel der ZEIT „Zurück auf die Insel“ werden die die Hintergründe und Ergebnisse des 2026er „Trust Barometer“ zusammengefasst.
Die Umfrage fand zum 26ten Mal statt, die Feldzeit für die aktuelle Auswertung war der Zeitraum 25. Oktober bis 16. November 2025. Durchschnittlich 1.200 Personen wurden pro Land befragt.
Unter der Vielzahl von Ergebnissen der Auswertung seien einige zitiert.
1. Zukunftserwartung
„Im Vergleich zu heute wird es die nächste Generation besser haben.“ Durchschnittlich 32 Prozent stimmen dieser Aussage zu, in Deutschland sind es acht Prozent. Gegenüber dem Vorjahr hat sich diese Weltsicht um 4 Prozentpunkte verringert, in Deutschland um sechs Prozentpunkte.

2. Wirtschaft und Unternehmer
Die Aussage: „Ich vertraue darauf, dass die Wirtschaft das tut, was richtig ist“ findet in Deutschland keine Mehrheit (48 Prozent).

Im Unterschied dazu ist das Vertrauen in den jeweiligen Arbeitgeber höher. Dreiviertel (74 Prozent) der Befragten in Deutschland stimmen der Aussage zu: „Ich vertraue meinem Arbeitgeber, dass er tut, was richtig ist.“

3. Medien, NGOs und Regierung
Die Aussage: „Ich vertraue den Medien, dass sie tun, was richtig ist“ findet in Deutschland (mit 46 Prozent Zustimmung) keine Mehrheit.

Das Vertrauen in NGOs (Zivilgesellschaftliche Organisationen) wie in das Handeln der Regierung ist in Deutschland ebenfalls unterdurchschnittlich und beides findet (mit 41 bzw. 42 Prozent Zustimmung) keine Mehrheit.


4. Wirtschaftliche Situation und „Vertrauensindex“
Entsprechend der Feststellung „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“ haben die Befragten im oberen Viertel der Einkommen durchschnittlich höhere Werte im „Vertrauensindex“ (65 Prozent) als die Befragten im unteren Viertel der Einkommen (50 Prozent). Der „Vertrauensindex“ setzt sich aus den Vertrauensbewertungen für die Wirtschaft, der Regierung, den Medien und den NGOs zusammen.

In Deutschland befindet sich der „Vertrauensindex“ für das obere Viertel der Einkommen im mittleren Bereich (53 Prozent stimmen zu), während der „Vertrauensindex“ im unteren Viertel der Einkommen bei einem Drittel der Befragten (35 Prozent) liegt. Dabei sind die Rangplätze für die Befragten in Deutschland in der Abfolge der 28 beteiligten Länder – im unteren Bereich – nahe beieinander (23 bei dem Viertel mit den höheren Einkommen, 25 im unteren Viertel).
(CF)