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Religiosität und Glaube 2012, 2017, 2022

Fowid-Notiz: im Fünfjahrestakt fragt der christliche DHPV e.V. nach den Einstellungen zum Sterben und zur Situation von Krankenhäusern und Hospizen. Darin eingeschlossen sind auch Fragen zur Religiosität und zum Glauben. In den Jahren von 2012 bis 2022 hat sich die Religiosität in Deutschland demnach deutlich verringert. An einen Gott sowie ein Leben nach dem Tod glauben nur noch ein Drittel der Befragten.

Im Fünfjahresabstand fragt der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. „Wie Deutsche über das Sterben denken“. Die Feldarbeit der Befragung wird von der Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH (Mannheim) – eine ‚Tochter‘ der Forschungsgruppe Wahlen - durchgeführt. Aus den drei ‚Messpunkten‘ lassen sich klare Tendenzen ableiten.

Waren es 2012 noch 59 Prozent, die sich als „religiöser Mensch“ verstanden, so sind es 2022 weniger als die Hälfte (48 Prozent).

Zu zentralen christlichen Glaubensinhalten sagen (2022) ein Drittel, dass sie an einen Gott glauben und eine Mehrheit (55 Prozent) glaubt nicht (mehr) an ein Leben nach dem Tod.

In der Frage, an wen sich die Befragten wenden würden, wenn sie einen Platz im Hospiz oder eine Hospiz-Begleitung suchen würden, sind – im Vergleich von 2012 zu 2022 - die Hausärzte immer noch die erste Adresse, gefolgt von der Suche im Internet und der Familie/Freunde. Pfarrer/Kirche werden rückläufig genannt: Waren es 2012 noch 11 Prozent, die sich an einen Pfarrer gewandt hätten, so sind es 2022 noch 5 Prozent. (Mehrfachnennungen waren möglich und es war keine Antwortmöglichkeit vorgegeben.)


(CF)