Humanistenquote, 2004

Im Oktober 2004 stellte das Institut für Demoskopie (IfD, Allensbach) die Frage: „Etwas anderes: Es gibt den Humanistischen Verband Deutschlands, der eine Lebensauffassung vertritt, wie sie hier auf der Karte beschrieben ist.“

Im Oktober 2004 stellte das Institut für Demoskopie (IfD, Allensbach) die Frage: „Etwas anderes: Es gibt den Humanistischen Verband Deutschlands, der eine Lebensauffassung vertritt, wie sie hier auf der Karte beschrieben ist.“

Hinsichtlich der Annahme und Frage (an Kirchenmitglieder) ob sie heute - als Erwachsener - Mitglieder in ihrer Kirche werden wollen, antworten Evangelische wie Römisch-katholische in vergleichbaren Größenordnungen.

Kirchenmitglieder wurden im Auftrag von fowid gefragt: „Einmal angenommen, die Kirche würde von den Einnahmen aus der Kirchensteuer nur einen sehr geringen Teil oder gar nichts für soziale Zwecke ausgeben. Wäre das für Sie persönlich ein Grund aus der Kirche auszutreten oder wäre das für Sie kein Grund?“ Die Antworten sind deutlich.

„Religiosität“ kann man aufgrund äußerlich sichtbarer Verhaltensweisen beschreiben oder man kann das individuelle Empfinden der eigenen Religiosität zu erfragen. Die zweite Möglichkeit erscheint zwar ‚unschärfer’, entspricht aber der Stärke einer kulturellen Selbst-Verankerung.

In der Beurteilung der Verhaltensweise „Ein verheirateter Mann hat mit einer anderen Frau ein Verhältnis“, sind sich die Befragten im Großen und Ganzen recht einig.

Auf die Frage, inwieweit sie der Aussage zustimmen: „Die Welt wäre friedlicher, wenn es keine Religion geben würde.“ antworten 16 Prozent aller Befragten „stimme voll und ganz zu“, 26 Prozent sagen „stimme eher zu“. 32 Prozent meinen „stimme eher nicht zu“ und 26 Prozent erklären „stimme überhaupt nicht zu“. 42 Prozent stimmen also der Aussage zu, 58 Prozent stimmen ihr nicht zu.

In einer internationalen Umfrage in 30 Staaten stimmten (1998) insgesamt 60 % der Befragten der Aussage zu: „Wenn man sich in der Welt umschaut, bringen Religionen mehr Konflikte als Frieden:“ („Looking around the world, religions bring more conflict than peace.“) 24 % der Befragten stimmten der Aussage voll zu („strongly agree“) und 36 % stimmten zu („agree“).

Das Misstrauen gegenüber allen aufgelisteten „Institutionen“ ist von 2002/2003 auf 2003/2004 deutlich von 14,0 Prozent auf 24,7 Prozent angestiegen. Ebenso ist der für dringend gehaltene Verbesserungsbedarf durchgehend und insgesamt gestiegen (von 68,0 Prozent auf 77,4 Prozent).

Vier Fünftel der Befragten (82 Prozent) äußern sich zustimmend zu einer gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe in Deutschland. Die Unterschiede hinsichtlich einzelner Gruppen von Befragten bleiben entweder im Toleranzbereich bzw. sind auch aus anderen Umfragen zu diesem Thema bereits bekannt, so, dass Ältere, Katholiken und Anhänger der CDU/CSU diesen Fragen zwar auch mehrheitlich, aber etwas verhaltener zustimmen.

Als „Kirchenquote“ wird der finanzielle Anteil benannt, der aus Kirchengeldern in die Arbeit der kirchlichen Wohlfahrtsverbände einfließt, d.h. Bezugsgröße ist der Kostenaufwand der beiden Wohlfahrtsverbände. (Der Anteil an den Ausgaben für soziale Zwecke, der sich auf die Haushaltspläne der Kirchen als Bezugsgröße bezieht, ist dort die so genannte „Diakoniequote“.)