Religiosität, Links-Rechts-Skala, 2002

Die zweimalige Selbsteinstufung der Befragten, wie religiös sie sind und wo sie sich auf einer politischen Links-Rechts-Skala einordnen, führt zu drei Ergebnissen.

Die zweimalige Selbsteinstufung der Befragten, wie religiös sie sind und wo sie sich auf einer politischen Links-Rechts-Skala einordnen, führt zu drei Ergebnissen.

Neben der formalen Zugehörigkeit zu einer Religionsgesellschaft oder der formalen Nicht-Mitgliedschaft als dann „Konfessionsloser“ gibt es eine genauere inhaltliche Möglichkeit, die Frage der Religionszugehörigkeit zu klären: die Beantwortung der Frage nach dem individuellen Gottesglauben.

Die katholischen Bistümer veröffentlichen keine Zahlen zum Grundbesitz katholischer Körperschaften. Zahlen zum Grundeigentum im kirchlichen Besitz wurden von der evangelischen Kirche zum ersten Mal 1962 und zum letzten Mal 1986 veröffentlicht. Aber es gibt auch Zahlen aus dem Jahr 1937 - für beide Kirchen.

Die Mittelwerte einer 7er-Skala, mit der die Befragten ausdrücken konnten, in welcher Weise sie den vorgegebenen Institutionen und Organisationen vertrauen, verlaufen hinsichtlich der Religionszugehörigkeit der Befragten für die überwiegende Zahl der Institutionen und Organisationen parallel. Überdurchschnittlich vertraut wird dem Bundesverfassungsgericht, den Hochschulen, dem Gesundheitswesen und der Justiz.

Der einzige lineare Zusammenhang hinsichtlich der Wichtigkeit von Religiosität und Wertorientierungen besteht – nicht überraschend, aber auch nicht selbstverständlich – in der Wichtigkeit des Gottesglaubens. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Religiosität so eindeutig mit einem Gottesglauben verbindet.

Im ALLBUS des Jahres 2000 wurde auch nach der Bewertung von verschiedenen „Verhaltensweisen“ gefragt. Hinsichtlich der Homosexualität zwischen Männern, sprechen sich 10 Prozent der Befragten für ein gesetzliches Verbot aus. Je älter die Befragte sind desto mehr wird ein Verbot gewollt. Ebenso unterscheiden sich die Konfessionslosen von den Religiösen.

Auf einer 10er Skala von „Nicht religiös“ bis „Religiös“, auf der die Befragten ihre eigene Ansicht einstuften, steigt der Mittelwert der „Religiosität“ innerhalb der Altersgruppen für die älteren Altersgruppen in allen drei Jahren 1982, 1992 und 2002 jeweils an.

In allen vier bisherigen EKD-Erhebungen über Kirchenmitgliedschaft wurden die evangelischen Kirchenmitglieder nach ihrer Austrittsneigung aus der evangelischen Kirche gefragt.

Was wird in den veröffentlichten Haushaltsplänen kirchlicher Rechtsträger tatsächlich erfasst und veröffentlicht? Nach den jeweiligen Haushaltsrechnungen wird nur das im jeweiligen ‘Haushaltsbuch’ erfasst, was bei dem jeweiligen Rechtsträger ‘ankommt’. Die veröffentlichten Zahlen der Diözesen (und der Landeskirchen) entsprechen den ankommenden ‘Geld-Pfeilen’ im Feld „Diözesanhaushalt“. Von den (beispielhaften) 28 Verteilungs-Pfeilen kommen nur vier im Diözesanhaushalt an.

In den Zahlen der Kirchenaustritte aus den evangelischen Landeskirchen zeigen sich zwei ‚Hochphasen’ und vier ‚Gipfelpunkte’. Die beiden ‚Hochphasen’ sind die Jahre 1969-1975 und die Jahre 1991-1996. Die vier ‚Gipfeljahre’ innerhalb dieser beiden Phasen sind Reaktionen auf politische Setzungen: 1970 (Konjunkturzuschlag), 1974 (Stabilitätsabgabe), 1991 (Kirchensteuern in den Neuen Bundesländern) und 1995 (Solidaritätszuschlag).