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Katholische Kirche

Schlagwort Katholische Kirche

Gestorbene und kirchliche Bestattungen

Bestattung durch die Kirche? Das ist auch für Kirchenmitglieder keine unbedingte Selbstverständlichkeit mehr. Die christliche Gewissheit eines Lebens nach dem Tode setzt allerdings auch eine christliche Beerdigung voraus. In vier ALLBUS-Umfragen (1982, 1992, 2002 und 2012) liegen dazu ebenso Daten vor, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Kirchen (1952 bis 2012). Die Tendenzen sind parallel.

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Österreich: Kirchenstatistik, Katholische Kirche, 1991-2018

Nach der Veröffentlichung der Zahlen für 2018 zeigt sich, dass die Entwicklungstendenz der Mitgliederzahlen stabil geblieben ist: Sie ist um weitere 1,1 Prozent gegenüber 2018 geringer. Für die stetige Verringerung, sowohl absolut wie relativ, sind in den vergangenen 27 Jahren vor allem zwei Einflussgrößen wesentlich, die Wanderungsbewegungen und die Kirchenaustritte. Aber auch in allen Kasualien schreibt die katholische Kirche in Österreich weitestgehend ‚rote Zahlen‘.

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USA/Deutschland: Vertrauen in den Klerus erschüttert

Sowohl in den USA wie in Deutschland zeigt sich, dass das Vertrauen in den Klerus erschüttert ist – sowohl für den katholischen Klerus aber auch bei den Protestanten. Während die Katholiken in den USA 2017 noch zur Hälfte (49 Prozent) die Ehrlichkeit des Klerus hoch bewerten, sind es 2018 nur noch ein Drittel (31 Prozent). In Deutschland verliert der Papst 20 Prozentpunkte an Vertrauen gegenüber 2018 und die evangelische wie die katholische Kirche verlieren Vertrauen (10 bzw. 9 Prozentpunkte) auf einem ohnehin niedrigen Niveau.

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Kirchliches Leben in der Katholischen Kirche 1953 - 2017

Kirchliches Leben Katholische Kirche Grafik

Zu den erfassten Daten der Statistik des „kirchlichen Lebens“ gehören u. a. Taufen, Erstkommunionen, Trauungen und Beerdigungen - Ereignisse für die jeweils besondere kirchliche Rituale abgehalten werden - und die Kirchenaustritte. Ihre Zahlen gelten auch als Indikatoren für die Intensität einer Kirchenbindung.

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Römisch-katholische Kirchenmitglieder 1953 - 2017

Die Mitgliederzahlen der großen Kirchen haben eine politikbezogene, gesellschaftliche und innerkirchliche Bedeutung. Es geht um Macht, Bedeutung und Finanzen. Insofern müsste man annehmen, dass diese Mitgliederzahlen korrekt erfasst und so detailliert, wie sie veröffentlich werden, verlässlich sind. Das stimmt allerdings nur in etwa. Die Tendenzen sind zwar plausibel richtig, exakt sind sie jedoch nicht. Das soll in zwei Schritten verdeutlich werden. Zuerst die plausiblen Tendenzen, dann die mangelnde Exaktheit.

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Österreich: Mehrheit glaubt stärker an ein Karma als an Gott

Eine aktuelle repräsentative Umfrage hat ergeben, dass Kernbestandteile des katholischen Glaubensbekenntnisses nur geringe Zustimmung unter der Bevölkerung finden und sogar nur von einer Minderheit der Kirchenmitglieder geteilt werden. So glaubt nur jeder fünfte Österreicher an die katholische Vorstellung der „Auferstehung Christi“. Mehr als doppelt so viele Österreicher glauben stärker an die Wirkungen eines guten Karmas und der Telepathie als an die Wirkungen eines übernatürlichen Wesens („Gott“).

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Profanierung und Kirchenschließung

In den vergangenen Jahren wurde auch in der Öffentlichkeit über Kirchenschließungen, alternative Nutzung oder gar Abriss diskutiert. Doch das Thema ist nicht neu. In den vergangenen Jahrzehnten mussten Kirchengebäude besonders in den Braunkohlegebieten oft wegen des Tagebaus weichen. Doch seit der Jahrtausendwende gibt es andere Gründe und Diskussionen über Kirchenumnutzungen. Dieses Thema ist nunmehr in die Öffentlichkeit gerückt, weil die Diskrepanz zwischen „Kirchenreichtum“ und angeblich ökonomischen Zwängen zur Kirchenschließung immer mehr Fragen aufwirft. Auf die Gesamtzahl der Kirchen (knapp 46.000 Kirchen und Kapellen) bezogen, sind es bislang wenige, die einer Veränderung unterzogen wurden (ca. 800) - dies sind 1,5 Prozent.

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Kirchensteuer-Aufkommen der Evangelischen und Katholischen Kirche 1967 - 2016

Die Kirchensteuer wird von Religionsgemeinschaften von ihren Mitgliedern zur Finanzierung der Ausgaben der Gemeinschaft erhoben. Nach Art. 140 des Grundgesetzes (GG) in Verbindung mit Art. 137 der Weimarer Verfassung sind diejenigen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind, berechtigt, Steuern zu erheben. Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften mit öffentlich-rechtlichem Körperschaftsstatus haben mit der Erhebung der Kirchensteuer ein Privileg, welches ihnen der Staat neben anderen Rechten und sonstigen Vorteilen einräumt und trägt neben den Staatsleistungen und sonstigen Subventionen zur Kirchenfinanzierung bei. Trotz sinkender Mitgliederzahlen sind die Steuereinnahmen der Kirchen in den letzten Jahren gestiegen.

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Kremationen im Vereinigten Königreich 1885-2014

Nachdem Karl der Große die Feuerbestattung im Jahr 785 als ‚heidnischen Brauch‘ verboten hatte, brauchte es zehn Jahrhunderte bis in Europa dieser Bann durchbrochen werden konnte und die ersten Krematorien gesetzlich erlaubt wurden, in Italien, der Schweiz, Großbritannien und Deutschland. Die Entwicklung des Anteils der Kremationen in Großbritannien seit 1885 veranschaulicht beispielhaft einen Aspekt der Rückbesinnung auf vor- und außerchristliche Traditionen verbunden mit dem technischen Fortschritt.

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Religion in Lateinamerika

Anlässlich des aktuellen Papst-Besuches in Chile und Peru stellt sich die Frage nach den religiösen Veränderungen der letzten zwanzig Jahren zwischen 1995 und 2017.  Im Jahr 2017 gab es sieben Länder in der Region, in denen die katholische Religion nicht mehr dominant ist, 2013 waren es vier, 1995 bestand in allen Ländern noch eine katholische Mehrheit. In der Fixierung auf die erfolgreich missionierenden Evangelikalen wird übersehen, dass die Konfessionsfreien mittlerweile ebenso zahlreich sind.

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