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Religionszugehörigkeiten 2025

Die Entwicklung der Religionszugehörigkeiten bis zum Jahresende 2025 folgte dem langjährigen Trend: Die beiden großen christlichen Kirchen verloren 1,1 Mio. Mitglieder, die kleineren Religionsgemeinschaften blieben im Saldo unverändert und die Zahl der Konfessionsfreien erhöhte sich. Das Ergebnis: 2025 waren 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei, 44 Prozent entweder Katholiken oder Protestanten, 8 Prozent gehörten kleineren Religionsgemeinschaften (inkl. dem Islam) an.

Die Veröffentlichung der aus den Melderegistern ausgelesenen Anzahl der Kirchenmitglieder zum Jahresende 2025 sind die Basiszahlen für die Statistik der Religionszugehörigkeiten in Deutschland.

Die Bevölkerung in Deutschland belief sich zum Jahresende 2025 auf rund 83.500.000 Personen. Entsprechend der vorläufigen „Kirchenstatistik 2025“ der Deutschen Bischofskonferenz gab es Ende 2025 rund 19.220.000 katholische Kirchenmitglieder = 23,0 Prozent. Die Mitgliedszahlen der EKD-Landeskirchen für das Jahr 2025 nennen rund 17.400.000 Mitglieder = 20,8 Prozent. Zusammengerechnet sind das 36.620.000 Kirchenmitglieder = 43,8 Prozent der Bevölkerung.

Damit hat sich der Trend der Verringerungen fortgesetzt, der sich bis 2016 bei einem Prozent bewegte, seitdem stärker ausgeprägt ist und seit 2022 bei drei Prozent der Mitgliederzahl liegt, wovon beide Kirchen gleichermaßen betroffen sind. Seit 2021 verlieren beide Kirchen zusammen mehr als eine Million Mitglieder pro Jahr. (s. Tabelle 2).


Kleinere Religionsgemeinschaften

Bei den kleineren Religionsgemeinschaften sind hingegen keine oder nur marginale Veränderungen festzustellen. Bei den kleineren Religionsgemeinschaften - im Religionskreis der „Protestanten“ - sind die Entwicklungen zwar unterschiedlich, folgen insgesamt aber dem Trend der Großkirchen zur Verringerung der Mitglieder. Für 2025 ist es ein Minus von rund 70.000 Mitgliedern.

Für die Orthodoxen in Deutschland erfolgte für 2025 nach einer genaueren Analyse der Schätzungen der Mitgliederzahlen die Entscheidung, es bei den Mitgliederzahlen von 2024 zu belassen.

Bei „den Muslimen“ - bei denen immer wieder erstaunlich ist, welche verschiedenen Glaubensvorstellungen unter dem „Islam als Religionsgemeinschaft“ zusammengefasst werden – sind die Zuwanderungen die wesentliche Quelle von Veränderungen. In einer Analyse zu „Muslimen in Deutschland 2025“ wurden aus der Daten zu den Asylerstanträgen und dem Saldo der Wanderungen aus überwiegend muslimischen Ländern ein Plus von rund 73.000 konfessionsgebunden Muslimen ermittelt.

Bei den kleineren Religionsgemeinschaften bleiben somit die Mitgliederzahlen im Saldo unverändert, da sich die Verringerungen bei den Protestanten mit dem Plus bei den Muslimen ausgleichen.

Gesamtergebnis

Ende 2025 waren 48 Prozent der Bevölkerung in Deutschland konfessionsfrei, 23 Prozent römische Katholiken, 21 Prozent EKD-Evangelische, vier Prozent konfessionsgebundene Muslime, während sich weitere vier Prozent auf sonstige Religionsgemeinschaften verteilten (andere christliche Konfessionen, Hinduisten, Buddhisten usw.). Prognose: Da der Anteil der Konfessionsfreien jährlich um etwa einen Prozentpunkt steigt, ist damit zu rechnen, dass sie bereits Ende 2027, spätestens 2028, die Mehrheit in Deutschland stellen werden.


Glaubenspraxis

Bei alldem ist zu beachten, dass die formale Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft wenig darüber aussagt, ob die jeweiligen Mitglieder mit den basalen Glaubensüberzeugungen ihrer Gemeinschaften übereinstimmen. So hat die „große fowid-Studie 2025“ anhand verschiedener Fragestellungen aufgezeigt, dass zentrale Glaubensaussagen der Kirchen selbst von ihren formalen Mitgliedern nicht mehr geteilt werden. Diese mangelnde Glaubensfestigkeit drückt sich auch in der religiösen Praxis aus: Aufgrund der Daten zum Besuch von Gottesdiensten sowie verschiedenen Umfrageergebnissen lässt sich festhalten, dass nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung ihren Glauben noch praktizieren (s. Tabelle 3).

Tabellen:

(Im Anhang befindet sich eine Excel-Datei mit den auslesbaren Daten.)


(CF, MSS)