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Taufen

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Boom von Erwachsenentaufen?

Fowid-Statistikbeobachter: Das Thema eines Booms von Erwachsenentaufen (vor allem in Frankreich) zieht seine medialen Kreise und gerät in Widerspruch: Einerseits bekräftigt der Vatikan diese Feststellung – anlässlich der PR-Vorbereitung der aktuellen Papstreise nach Frankreich -, andererseits stellt das Schweizerisches Pastoralsoziologische Institut (SPI) fest, dass diese Aussage, statistisch gesehen, keine große Bedeutung hat.

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Taufen und Firmungen 1980-2024

Nach dem katholischen Kirchenrecht werden Jugendliche mit 14 Jahren „kirchenmündig“, d. h. sie gelten als Erwachsene. Das findet theologisch/sakral seine Initiation in der „Firmung“. Folglich wird ein getaufter Katholik erst mit der Firmung ein verantwortliches Kirchenmitglied. Rund ein Drittel der jugendlichen römischen Katholiken haben 1994-2024 nicht an der Firmung teilgenommen und sind somit keine Kirchenmitglieder (mehr).

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Heute, als Erwachsene, Kircheneintritt? 2025

Der Kircheneintritt beginnt kirchenrechtlich mit der Taufe. In der EKD erfolgen 92 Prozent als Kindestaufe. Auch innerhalb der katholischen Kirche wird die Rechtsverpflichtung von „religionsunmündigen Personen“ nicht angezweifelt. Wahrscheinlich hätten die Kirchen deutlich weniger Mitglieder, würden sie nicht auf die Kindstaufe zurückgreifen. Dies geht auch aus einer aktuellen Umfrage hervor, die im Auftrag von fowid durchgeführt wurde.

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Schweiz: Kirchenmitglieder, Kasualien 2017-2024

Fowid-Notiz: Die SPI-Kirchenstatistik dokumentiert die weiteren Verringerungen in den Mitgliederzahlen und der Glaubenspraxis in der Schweiz: „Die Zahlen zeigen: Die Austrittszahlen als auch die kritische Distanz verharren auf einem hohen Niveau. Das zeigt sich z.B. in einer weiter sinkenden Inanspruchnahme der Sakramente. Gleiches gilt für die religiöse Praxis wie Gottesdienstbesuch und Beten.“

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Kirchliches Leben der katholischen Kirche 1953-2024

Die Zeitreihen von 1953-2024 zum „Kirchlichen Leben“ in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland (Mitglieder, Trauungen, Taufen, Erstkommunionen, Firmungen, Bestattungen, Austritte / Eintritte und Gottesdienstbesuch) zeigen anschaulich die Entwicklungen seit der Nachkriegszeit bis heute.

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Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, 1991 - 2023

In den 32 Jahren seit 1991 haben die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, sowie die vorangegangenen beiden Landeskirchen, Zeit gehabt, eine von staatlichen Einflüssen der DDR unbegleitete Existenz – mit staatlicher Unterstützung - zu realisieren. Die Ergebnisse in den Mitgliederzahlen und den Teilnehmern der Ereignisse des Kirchlichen Lebens (Kasualien) zeigen die Entwicklungen: Es gibt keine Renaissance. Im Gegenteil.

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Gestorbene, Bestattungen sowie Taufen, 1953 - 2020

Die Mitgliederentwicklung der Kirchen beruht unter anderem auch auf der Beziehung zwischen Bestattungen und Taufen, als minus und plus. Seit 1972 hat sich der Taufüberschuss in einen Sterbeüberschuss gewandelt – parallel zur gesellschaftlichen Entwicklung, aber mit Besonderheiten wie den ‚stillen Kirchenaustritten‘ oder den Unterschieden zwischen den EKD-Evangelischen und den römischen Katholiken, die durchaus gravierend sind.

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Geburten und Taufen, 1953 - 2021

Christliches Kirchenmitglied wird man mit der Taufe. Da rund 90 Prozent der Taufen „Kindertaufen“ sind, liegt also die Zukunft der Anzahl der Kirchenmitglieder bei den Kindern, ihrem Nachwuchs. Nach dem Grundsatz: „Wer die Kinder verliert, gefährdet seine Zukunft“ sieht es für die beiden christlichen Großkirchen so aus, dass ihre Zukunftsaussichten sich eintrüben: Nur noch – mit absteigender Tendenz – ein Drittel der Kinder wird christlich getauft und damit Kirchenmitglied.

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Kirchliches Leben - Katholische Kirche 1953 - 2020

Zu den erfassten Daten der Statistik des „kirchlichen Lebens“ gehören u. a. Taufen, Erstkommunionen, Trauungen und Beerdigungen - Ereignisse für die jeweils besondere kirchliche Rituale abgehalten werden - und die Kirchenaustritte. Ihre Zahlen gelten auch als Indikatoren für die Intensität einer Kirchenbindung. 2020 stellt in dieser Hinsicht eine Besonderheit dar, da viele Feiern wegen Corona nicht stattfinden konnten.

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Kirchliches Leben - Evangelische Kirche 1960 - 2020

Ende 2020 waren ca. 20 Millionen Menschen (etwa 24,3 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands) Mitglied der evangelischen Landeskirchen. Überwiegend evangelisch geprägt ist vor allem der Norden Deutschlands. Zu den statistisch erfassten Daten des „kirchlichen Lebens“ gehören u. a. Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen mit ihren jeweils besonderen kirchlichen Ritualen und Kirchenaustritte, sowie die Anzahl der Gottesdienstbesucher.

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