Bundestagspräsidium 16. Wahlperiode
Das Präsidium des Deutschen Bundestages der 16. Wahlperiode setzt sich aus drei Männern und vier Frauen zusammen, davon sind drei Katholiken, drei evangelischen Kirchenmitgliedern und eine konfessionslos.
Das Präsidium des Deutschen Bundestages der 16. Wahlperiode setzt sich aus drei Männern und vier Frauen zusammen, davon sind drei Katholiken, drei evangelischen Kirchenmitgliedern und eine konfessionslos.

Mit dem Erreichen der Religionsmündigkeit nach Vollendung des 14. Lebensjahres (meist ab der Jahrgangsstufe 8) nimmt der Anteil der vom Religionsunterricht abgemeldeten Konfessionsgebundenen Schüler(innen) zu: Im laufenden Schuljahr 2006/07 stieg die Quote bis zur Jahrgangsstufe 13 bei den evangelischen Schülerinnen und Schülern bis auf 12,5 Prozent, bei den katholischen bis auf 10,1 Prozent an.

Ende September 2005 fragte die Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen (forsa) im Auftrag der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) ein national repräsentatives Sample nach ihrer Auffassung, wie das Leben auf der Welt entstanden sei. Drei Fünftel der Befragten stimmten mit der wissenschaftlichen Theorie der Evolution überein.

Die Hälfte (50,4 %) der Berliner SchülerInnen des Schuljahres 2006 / 2007 nimmt nicht an einem (in Berlin freiwilligen) Religions- oder Weltanschauungsunterricht an den öffentlichen und privaten allgemein bildenden Schulen teil. Mit anderen Worten: Jede(r) zweite der rund 335.000 SchülerInnen wird nicht in weltanschaulichen Fragen unterrichtet. Gegenüber dem vorangegangenen Schuljahr (50,7 %) hat sich dieser Anteil nur marginal verändert.

Vom getrübten Blick auf die frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen – Versuch einer Klärung. Erste Fehlsicht: „Die Hexenverfolgungen fanden im ‚finsteren‘ Mittelalter statt.“ Zweite Fehlsicht: „Die Kirche, besonders die Inquisition hat die Hexenverfolgungen betrieben.“ Dritte Fehlsicht: „Während der Hexenverfolgungen sind 9.000.000 Menschen hingerichtet worden.“ Vierte Fehlsicht: „Opfer der Hexenverfolgungen wurden nahezu ausnahmslos Frauen, darunter viele Hebammen und Heilerinnen.“ Fünfte Fehlsicht: „Die aberwitzigen Geständnisse der Hingerichteten von Hexenflug und orgiastischen Feiern resultierten aus der weit verbreiteten Anwendung halluzinogener Drogen (Stichworte „Hexensalbe“)“.

Hinsichtlich der Fragen nach dem „Glauben an Gott“ oder nach der „Konfession“ bleibt stets die Frage, was der Fragesteller mit seinen Vorgaben verbindet und was der Befragte eigentlich antwortet. Um diese Interpretationen zu umgehen wurden in einer Allensbach-Umfrage 1989 „inhaltlich valide Indikatoren stärker auf das für die beiden christlichen Großkirchen in Deutschland verbindliche Glaubensbekenntnis“ bezogen.

In den Zahlen der Kirchenaustritte aus den katholischen Bistümern zeigen sich zwei ‚Hochphasen’ und vier ‚Gipfelpunkte’. Die beiden ‚Hochphasen’ sind die Jahre 1969-1978 und die Jahre 1990-1995. Die vier ‚Gipfeljahre’ innerhalb dieser beiden Phasen sind Reaktionen auf politische Setzungen: 1970 (Konjunkturzuschlag), 1974 (Stabilitätsabgabe), 1991 (Kirchensteuern in den Neuen Bundesländern) und 1995 (Solidaritätszuschlag).

Im Auftrag des Magazins chrismon fragte Emnid Anfang Dezember 2004: „Glauben Christen, Juden und Muslime an denselben Gott?“ Eine Frage, die jeder Gläubige der angesprochenen Religionen verneinen müsste, da es zu den Glaubensgrundsätzen aller drei angesprochener Religionen gehört, dass ihr einziger Gott auch exklusiv diese Ausschließlichkeit für sich beansprucht.

Seit jeher ist es das Bestreben der Menschen, ihre Toten zu ehren und ihnen eine würdige Bestattung zu bereiten. Die Art der Bestattung veränderte sich im Lauf der Menschheitsgeschichte. Auf dem Feuer und seiner Symbolik beruht die uralte, weltumspannende Kulturidee der Feuerbestattung. Sie setzte sich in Deutschland gegen die ablehnende Haltung besonders der katholischen Kirche durch. Die evangelische Kirche entschloss sich relativ früh zu einer entgegenkommenderen Haltung. Ihren Geistlichen ist die Mitwirkung bei der Feuerbestattung erlaubt.

Bis Ende der 1980er Jahre wurde die Auffassung, man brauche eine Familie, „um richtig glücklich zu sein“, in der gleichen Größenordnung (72 Prozent) zustimmend beantwortet, wie die Meinung, dass man heiraten solle, wenn man mit einem Partner dauernd zusammen lebe (67 Prozent).